Abschlussgottesdienst  -  Verabschiedung

Unser heuriger Schulschlussgottesdienst war inhaltlich geprägt durch diese Evangelienstelle (Lk 17, 11-19):

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Auf dem Weg nach Jerusalem zog Jesus durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns! Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und während sie zu den Priestern gingen, wurden sie rein.
Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. Er warf sich vor den Füßen Jesu zu Boden und dankte ihm. Dieser Mann war aus Samarien.
Da sagte Jesus: Es sind doch alle zehn rein geworden. Wo sind die übrigen neun? Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden?
Und er sagte zu ihm: Steh auf und geh! Dein Glaube hat dir geholfen.

Dazu haben Schülerinnen und Schüler der 4b folgende Gedanken verfasst:

Wie viele von zehn?
Zehn Schüler jammern ständig über Schulstress, mangelnde Freizeit, zu viele Hausübungen, Notendruck, Schularbeiten, Prüfungen, schlechte und strenge Lehrer,...
Einer vergisst nicht, dass die Analphabetenrate enorm hoch ist und es keine Selbstverständlichkeit ist, eine Schule besuchen zu dürfen.

Zehn Jugendliche fühlen sich von ihren Eltern unverstanden, ungeliebt, nicht ernst genommen, ungerecht behandelt,...
Einer merkt, dass jeden Tag saubere Wäsche im Kasten liegt, ein gutes Essen auf dem Tisch steht, die Handyrechnung beglichen wird, motiviert, getröstet, gelobt,... wird.

Zehn Freunde beschweren sich, dass ihre Freunde zu wenig Zeit für sie haben, dass sie keine Geheimnisse für sich behalten, dass sie über andere lästern,...
Einer sieht, dass sein Freund im Ernstfall immer an seiner Seite ist, ihm zuhört, ihm hilft, ihn tröstet und aufbaut.

Zehn Christen zeigen auf, dass Priester eine Freundin und Kinder haben, dass die Kirche die Gläubigen finanziell ausbeutet, dass Frauen vom Priesteramt ausgeschlossen sind,...
Einer denkt daran, dass die Kirche sich um die Armen und Notleidenden kümmert, Trost und Hoffnung spendet, Mut macht, die Frohe Botschaft verkündet,...

 

Im Anschluss an den Gottesdienst und die Zeugnisverleihung war der gesamte Lehrkörper zum gemeinsamen Essen ins Artrium geladen. Im Zuge des Mittagsmahles wurde auch OStR. Prof. Mag. Helga Rüther, die nach dem überraschenden Tod von Dir. P. Paulus Kaimbacher OSB die Leitung der Schule ab Jänner 2011 provisorisch inne gehabt hatte, von der Personalvertretung verabschiedet, da sie nun in den Ruhestand übertritt. Prof. Mag. Sabine Weber erinnerte in ihren Dankesworten an die vielfältigen Tätigkeiten ihres Lehrerlebens (Schülerberatung, PV, THS-Leiterin...) und überreichte einen Rosenstock, auf den zahlreiche KollegInnen persönliche Glückwünsche oder Gedanken angebracht hatten.
Ebenso hat Abt Dr. Heinrich Ferenczy OSB mit diesem Schuljahr seine Lehrtätigkeit eingestellt und widmet sich nun "nur" mehr den Belangen des Stiftes. Zwei weitere verdienstvolle Kollegen traten mit Ende des Schuljahres in den Ruhestand über, die jedoch bereits bei anderer Gelegenheit gewürdigt wurden:  OStR. Mag. Erna Prietl  und OStR. Dr. Clemens Weber.


Die Personalvertretung übermittelt die besten Wünsche an OStR. Mag. Helga Rüther und Abt Dr. Heinrich Ferenczy OSB


Ebenfalls im dauernden "Un"- Ruhestand:
OStR. Mag. Erna Prietl und
OStR. Dr. Clemens Weber

Text:         PetGu
Fotos:       Prof. Mag. Gerlinde Peter,  PetGu