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ÖFFENTLICHES STIFTSGYMNASIUM
DER BENEDIKTINER IN ST. PAUL
Gymnasiumweg 5,
9470 St. Paul, Kärnten - Austria
Tel.: 04357 - 2304 Fax: 04357 - 3843
Mail: stiftgym-stpaul@bildung-ktn.gv.at
   

Am 2 Mai. 2019 lud der Administrator das Lehrerkollegium zu einem Profilierungsabend im Stift ein.

Am 2 Mai. 2019 lud der Administrator des Stiftes St. Paul, Pater Mag. Maximilian Krenn, das Lehrerkollegium des Stiftsgymnasiums St. Paul zu einem Profilierungsabend in das Sommerrefektorium des Stiftes St. Paul ein.

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Das gemütliche, jedoch lehrreiche Beisammensein, startete mit einem Vortrag über den eigenen Werdegang des Stiftsadministrators, wobei er sehr viele persönliche Details nannte und Familienfotos zeigte. Danach folgte eine Darstellung über das Leben und Schaffen vom hl. Benedikt von Nursia. Benedikt wurde um ca. 480 in Nursia/Umbrien (heute Norcia) als Sohn eines reichen Landbesitzers geboren. Nach der Schulzeit in Nursia ging er zum Studium nach Rom. Die Sittenlosigkeit in Rom enttäuschte ihn, daher ging er in die Berge von Enfide und lebte dort mit einer Gruppe von asketischen Einsiedlern zusammen. Später zog er sich für drei Jahre in eine Höhle bei Subiaco östlich von Rom zurück. Die Menschen wurden auf Benedikt aufmerksam, und darum bat man ihn, dem nahegelegenen Kloster in Vicovaro vorzustehen. Benedikt stimmte zu und versuchte, das Leben im Kloster neu zu organisieren. Die Mönchsgemeinschaft versuchte, den unbequemen Abt mit vergiftetem Wein zu ermorden. Benedikt kehrte darauf nach Subiaco zurück. Er begann nun Klöster zu gründen.  Um 529 gründete er ein Kloster auf dem Monte Cassino. In diesem Kloster vervollständigte er seine Klosterregel, die Regula Benidicti (Benediktusregel), welche das Fundament des benediktinischen Mönchtums darstellt. Diese Regel kann mit den Worten „Ora et labora (et lege)(bete, arbeite, lies) zusammengefasst werden. Ein bedeutender Biograph vom hl. Benedikt ist der hl. Papst Gregor der Große, der in seiner Schrift „Dialoghi“ Benedikts Biographie einfließen lässt. Dem kurzen Vortrag über den Schutzpatron Europas folgte die Einladung zum Beiwohnen der Vesper, die um 18.00 Uhr in der Stiftskirche abgehalten wurde.

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Nach dem Chorgebet und einer kurzen Stärkung in Form eines Buffets, welches die Stiftsgemeinschaft den Professoren und Professorinnen kredenzte, wurde das Augenmerk erneut auf die Regula Benidicti gerichtet, speziell jedoch auf den Vers 8 des vierten Kapitels: „Honorare omnes homines“ (Alle Menschen ehren.) Mit diesen Worten will Benedikt den Menschen ein Werkzeug darreichen, um ein christliches (= gutes) und maßvolles Leben führen zu können. Dieses Motto ist zugleich auch der Leitspruch des Stiftsgymnasiums St. Paul, weshalb die Bedeutsamkeit dieses Verses in Bezug auf den Schulalltag mit dem Lehrkollegium diskutiert wurde. Abgeschlossen wurde der interessante Abend mit der Fragestellung, was es brauche, um die Regel „Alle Menschen ehren.“ einhalten zu können, und welche Ergebnisse man durch die Beherzigung dieser erzielen könne. Das Lehrerkollegium bedankte sich bei dem Administrator Pater Maximilian Krenn für die Einladung zu diesem instruktiven Vortrag.

Text: Prof. Dr. Rudolf Freisitzer und Prof. Mag. Katschnig Isabella
Bilder: Prof. Mag. Lena Tomitz

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