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ÖFFENTLICHES STIFTSGYMNASIUM
DER BENEDIKTINER IN ST. PAUL
Gymnasiumweg 5,
9470 St. Paul, Kärnten - Austria
Tel.: 04357 - 2304 Fax: 04357 - 3843
Mail: stiftgym-stpaul@bildung-ktn.gv.at
   

Unser ehemaliger Kollege OStR Prof. Mag. Balthasar Walter Nuk ist in die Ewigkeit heimgegangen.

Am Freitag, dem 4. Oktober 2019, erreichte die Schulleitung und die Kollegenschaft des öffentlichen Stiftsgymnasiums von St. Paul eine tragische Nachricht. Der langjährige Religionspädagoge Mag. Balthasar Nuk vulgo Schadbacher ist nach langem, schwerem Leiden von unserem Schöpfer in die Ewigkeit heimgerufen worden. Unser liebenswürdiger und hilfsbereiter Kollege wurde am 6. Jänner 1938 geboren. Da an diesem Tag das Fest der Heiligen Könige gefeiert wird, hat man dem neuen Erdenbürger einen der Namen der Könige gegeben. Es ist dies ein einmaliger Name, wie auch Kollege Nuk ein einmaliger Mensch gewesen ist. Gemeinsam mit dem späteren Abt von St. Paul, Prälat Mag. Bruno Rader, wuchs er in seinem Elternhaus auf, wo er schon als Bub eifrig am Kirchengeschehen teilgenommen hat. Der Ortspfarrer P. Benedikt wollte, dass beide Burschen, die so eifrige Ministranten waren, der Mönchsgemeinschaft der Benediktiner beitreten. Bruno Rader hat diesen Weg gewählt. Balthasar Nuk wählte einen anderen Weg, den er jedoch liebevoll und konsequent gegangen war, dabei musste er einige „Steine“ aus dem Weg räumen. Mit seiner Frau Herta hatte er sein Glück auf dieser Erde gefunden. Gemeinsam zogen sie ihre drei Kinder, Birgit, Christian und Walter, mit viel Liebe und im Vertrauen auf Gott auf. Die Kinder dankten ihren Eltern damit, dass sie immer auf ihrer Seite standen. Sein Freund während der Kinder- und Jugendzeit ermöglichte ihm, dass er seinen Beruf als Religionslehrer am öffentlichen Stiftsgymnasium antreten konnte. Balthasar Nuk hat seinen Beruf zur Berufung gemacht, denn er wollte der Jugend die Liebe Gottes vermitteln. Manchmal haben die jungen Menschen, die er am Stiftsgymnasium unterrichtet hat und die seine Güte, Menschlichkeit und Herzlichkeit oft missverstanden haben, doch auch dies hat er – zumindest nach außen – mit Gelassenheit und Gottvertrauen zur Kenntnis genommen. Mit viel Freude und Begeisterung hat er einmal pro Monat an einem Freitag im Religionslehrsaal gemeinsam mit den Kollegen und Schülern den Wortgottesdienst gefeiert. Man konnte es seinem Gesicht ansehen, wenn die Betenden zahlreich erschienen sind.

Herta hat mir erzählt, dass Du gerne bei Deinem Küchenfenster verweilt hast, weil Du von dort aus Deine geliebte Kirche von St. Martin im Granitztal, wo Du Dich in vielfacherweise in das religiöse Leben eingebracht hast, erblicken konntest. Nun bist Du Deiner Kirche noch näher gerückt, und dort mögest Du mit Gottes Segen in Frieden ruhen.

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Text: Prof. Dr. Rudolf Freisitzer
Bild: Prof. Mag. Günter Peter

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