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ÖFFENTLICHES STIFTSGYMNASIUM
DER BENEDIKTINER IN ST. PAUL
Gymnasiumweg 5,
9470 St. Paul, Kärnten - Austria
Tel.: 04357 - 2304-11 Fax: 04357 - 3843
Mail: stiftgym-stpaul@bildung-ktn.gv.at
   

Obwohl es aufgrund des Corona-Virus zu vielen Ausfällen kam, konnten trotzdem fünf von acht Theaterfahrten stattfinden.

Dieses Angebot wurde wie in den Jahren zuvor von vielen Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sowie von Lehrkräften angenommen.

Die diesjährige, verkürzte Theatersaison begann im Oktober mit einer Aufführung von „Die Verwandlung“, welche auf der Probebühne des Grazer Schauspielhauses zu sehen war. Dieses epische Werk zählt mit Sicherheit zu Franz Kafkas Meisterleistungen. Auf der Probebühne wurde die dramatische Fassung von nur einem Schauspieler hervorragend inszeniert, der u.a. einen Overhead-Projektor als Hilfsmittel verwendete, um die Handlung zum Teil grafisch darzustellen.

Die zweite Theaterfahrt führte uns ins Schauspielhaus Graz, wo uns die beliebte Komödie „Die Physiker“ vom Schweizer Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt dargeboten wurde. Eine Besonderheit, die diese Aufführung aufwies, war, dass weibliche Rollen von Männern und männliche Rollen von Frauen gespielt wurden. „Die Physiker“ wurden zu „Physikerinnen.“

Wenige Tage vor Weihnachten hatten wir die Möglichkeit, die Operette „Die Fledermaus“ in der Grazer Oper zu sehen. Viele kennen dieses Werk als Verfilmung mit dem österreichischen Schauspieler Peter Alexander, welche jedes Jahr zu Silvester zu sehen ist. Die Interpretation an der Oper in Graz war jedoch um einiges moderner. Neben der klangvollen Musik von Johann Strauß (Sohn) sorgten auch verschiedene Show-Effekte für eine ganz besondere Stimmung.

Kurz nach den Weihnachtsferien ging es erneut ins Grazer Schauspielhaus, wo uns eine Aufführung von Thomas Bernhards „Heldenplatz“ erwartete. Kein anderes dramatisches Werk hat in Österreich einen derart großen Skandal entfacht wie dieses. Auch diese Darstellung verfügte über genügend provozierende Inhalte. Dadurch hat es das Publikum zum Nachdenken und die ein oder andere Diskussion zwischen Schülern angeregt.

Die Theatersaison 2019/2020 endete früher als gedacht, und zwar mit einer Inszenierung des Lustspiels „Der Parasit“ von Friedrich von Schiller im Stadttheater Klagenfurt. Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es in diesem Stück um „Schmarotzer“, die in so gut wie allen Schichten der Gesellschaft vorzufinden sind. Deshalb gibt es auch einige Parallelen zur heutigen Zeit, obwohl das Werk schon mehrere hundert Jahre alt ist. Zum besonderen Charakter dieser Aufführung trugen außerdem die schrulligen Kostüme bei.

Ein besonderer Dank ist Frau Prof. Gerlinde Peter auszusprechen, da sie sich wie in den Jahren zuvor große Mühe gegeben hat, ein besonders umfangreiches Programm zusammenzustellen. Dadurch konnten sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einen Eindruck von den verschiedenen Facetten der Dramatik verschaffen. Obwohl die diesjährige Theatersaison kürzer als erwartet ausfiel, gehören die Theaterfahrten dennoch zu den ganz besonderen Ereignissen des Schuljahres, die allen noch lange in Erinnerung bleiben werden.

k Theaterfahrten 20192020

Text: Thomas Zweytick, 8b
Bilder: Prof. Mag. Gerlinde Peter

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