Renovierung 2001

Die Notwendigkeit einer umfassenden Sanierung des St. Pauler Gymnasialgebäudes wurde bereits vor über zehn Jahren erkannt. Nach jahrelangen Bemühungen seitens der Direktion und langwierigen Finanzierungsverhandlungen zwischen dem Benediktinerstift als Schulerhalter, dem Land Kärnten und dem Bund konnte im Oktober des Vorjahres mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Die Notwendigkeit einer umfassenden Sanierung des St. Pauler Gymnasialgebäudes wurde bereits vor über zehn Jahren erkannt. Nach jahrelangen Bemühungen seitens der Direktion und langwierigen Finanzierungsverhandlungen zwischen dem Benediktinerstift als Schulerhalter, dem Land Kärnten und dem Bund konnte im Oktober des Vorjahres mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Seither waren rund ein Dutzend überwiegend heimische Firmen damit beschäftigt, um die historische Bausubstanz und das Dach zu erneuern, um eine Wärmedämmung zum Dachraum einzuziehen, um die undichten Fenster und den Großteil der Böden auszuwechseln, um die Installationsarbeiten zu besorgen und die Fassade zu restaurieren.

Durch die Generalsanierung wurde das Gymnasialgebäude nicht nur optisch verschönert, sondern es wurde auch die Funktionalität des Schulgebäudes verbessert. Denn das vom St. Pauler Architekten Mag. Josef Klingbacher in Zusammenarbeit mit den Professoren ausgearbeitete Raumkonzept sah eine Konzentration der Verwaltungseinheiten im Erdgeschoss vor, wo nun die Direktion, der vergrößerte Konferenzbereich sowie die Bibliothek untergebracht sind. Außerdem wurde der Garderobentrakt in den Keller verlegt, sodass der Eingangsbereich vergrößert und eine Aula geschaffen werden konnte. Um die Schule weitgehend behindertengerecht zu machen, soll bald ein Personenlift eingebaut werden.

 Das Bundesdenkmalamt, allen voran Landeskonservator Dr. Harb, wachte mit Argusaugen darauf, dass das ursprüngliche Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Schulgebäudes erhalten blieb. Besonders hob Dr. Harb die einmalige Dachlandschaft mit den zahlreichen Kaminen und Dachgaupen sowie den einzigartigen Dachschmuck, ein schmiedeeisernes Geländer am Mittelrisalit, hervor. Auch die aufwendige Fassadengestaltung sollte im renovierten Zustand erhalten bleiben. Um diesen Dingen Rechnung zu tragen, wurden auch die zahlreichen Kamine saniert, die mit der neuen Heizungsanlage sinnlos geworden waren. Aber auch die Färbelung der Außenfassade gab das Bundesdenkmalamt vor. Um den ursprünglichen Farbton der bereits stark abgewitterten Fassade genau feststellen zu können, hat es sogar chemische Untersuchungen und Mikroschliffe gegeben.

Da auch die Heizungsanlage des Gymnasiums total erneuert werden musste, war dies eine einmalige Gelegenheit, heimische Biomasse als Energiequelle zu nützen. Die Bemühungen um diese Form der Heizung, getragen vom Arch.Mag.Klingbacher, konnten bis zum Beginn der neuen Heizungsperiode noch nicht zum Abschluss gebracht werden, sodass das Gymnasium im heurigen Winter über eine Containerheizanlage erwärmt wird.

Die Gesamtkosten für die Generalsanierung des Stiftsgymnasiums St. Paul waren mit ca. 42 Millionen Schilling veranschlagt, die je zu einem Drittel vom Stift St. Paul, dem Bund und dem Land Kärnten getragen werden. Hinzu kommen noch ca. 10 Millionen Schilling für die Einrichtung und Ausstattung der rund 20 Lehrsäle, der Bibliothek und der Verwaltungsräume.

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