Romreise der 6.a/ 7.a
(02.07.2010 – 07.07.2010)
In der
Nacht des 2. Julis 2010 traten wir, die Schülerinnen und Schüler der 6.a- und
7.a-Klasse in Begleitung unseres Italienischlehrers Dr. Georg Pagitz sowie Dr.
Rudolf Freisitzer und FL Roza Salzmann, unsere Reise nach Rom an, wobei wir als
Transportmittel erst den Bus nach Klagenfurt und für den weiteren Weg nach Rom
den Zug gewählt hatten.
Nach einer quasi neunstündigen Fahrt erreichten wir schließlich die „Ewige
Stadt“. Erschöpft benützten wir zehn Taxis als Konvoi zur Unterkunft bei der Piazza Navona. Nach der Quartiernahme und einer Erfrischung traten wir die erste
Besichtigungstour an, bei der uns der ortskundige Dr. Schreitter mit
Insiderdetails zur Seite stand. Wir konnten vier Caravaggio-Bilder mit vielen
Details bewundern. Einige Schüler frönten dem Fußballfieber bei einer
Liveübertragung auf der Piazza Navona (Deutschland gewann 4:0), andere besichtigten
die Engelsburg und besonders die Stelle, wo sich Puccinis Tosca in den Tod
stürzte. Da uns eine Mitreisende vorzeitig verlassen musste, besuchten wir
bereits am Samstagabend den Trevi-Brunnen und die Spanische Treppe.
Was kann man am Sonntag in Rom wohl nur besuchen – natürlich den Petersdom!
Alles hat sich auf zwölf Uhr orientiert, denn wir wollten unbedingt das Angelus
mit Papst Benedikt XVI. beten. Leider ist er der Hitze Roms nach Castel Gandolfo
entflohen. So konnten wir früher als erwartet unsere alpinen Erfahrungen unter
Beweis stellen. 530 Stufen mussten bewältigt werden, was für uns sportliche
Alpinisten kein Problem darstellte. Wir wurden mit einer wunderbaren Aussicht
über die ganze Stadt auf der Laterne des Petersdomes belohnt. Nach dieser
sportlichen Anstrengung gab es bei unserer Gruppe nur eine Standardfrage: „Wer håt a Wåssa?“. Nach der Besichtigung der Tiberinsel ruhten wir uns etwas aus.
Das unserem Quartier sehr nahe gelegene Pantheon stand selbstverständlich auch
auf dem Programm, wobei die Öffnung der Kuppel besonders faszinierte. Die
restliche Zeit verwendeten wir, um die Piazza Navona mit ihren Bernini-Brunnen
zu besichtigen. Den Abend verbrachten wir am Campo de' Fiori und anschließend im
sehr belebten Trastevere-Viertel.
Am nächsten Tag entschlossen wir uns, die Vatikanischen Museen zu besichtigen.
Wir mussten längere Zeit anstehen und die
sengende Hitze forderte ihre Opfer. Dafür waren die Museen wirklich sehenswert,
vor allem die Sixtinische Kapelle war ein
besonderer Augenschmaus. Am Abend desselben Tages gingen wir noch zum Forum Romanum. Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde betraten wir es nicht mehr, aber
wir konnten uns auch so einen guten Überblick verschaffen. Das nahe gelegene
Kolosseum fiel im Besonderen wegen seiner Mächtigkeit und Gewaltigkeit ins Auge.
Bei einem gemütlichen Essen ließen wir den Abend ausklingen.
Am Dienstag stand noch Ostia antica, wo sich der wohl wichtigste Hafen des
Römischen Reiches befand, am Programm. Als Transportmittel wählten wir die Bahn
und kamen so auch bald dort an. Sofort waren wir von der Vielzahl an Ruinen,
die – nebenbei bemerkt – in einem merklich gut erhaltenen Zustand waren,
angetan. Den restlichen Tag durften wir uns noch frei bewegen und konnten ein
wenig den Flair der Metropole atmen. Schließlich fuhren wir mit einem
weiteren Taxi-Konvoi zum Bahnhof Roma-Termini, wo wir in den Zug Richtung Heimat
einstiegen. Unglücklicherweise war die Klimaanlage defekt und aufgrund der
weiteren Tatsache, dass unser Wagon keinerlei zu öffnende Fenster aufwies,
kamen wir gehörig ins schwitzen und mussten uns gegenseitig in dieser
schwierigen Lage zur Seite stehen. Völlig durchnässt und erschöpft erreichten
wir Klagenfurt und fuhren mit einem organisierten Reisebus wieder nach Hause.
Dort holten wir uns eine ordentliche Mütze Schlaf und besuchten noch am Abend
des selben Tages das Schulfest des Gymnasiums.
Die unerfreuliche Heimfahrt konnte die wunderbaren Erlebnisse auf dieser
Romfahrt jedoch nicht trüben.

Die 6a/7a-Klasse mit den
Begleitlehrern Dr. Georg Pagitz, Dr. Rudolf Freisitzer und FL Roza Salzmann

Abreise von Klagenfurt Hauptbahnhof
Unser Quartier mit Dachterrasse
direkt an der Piazza Navona

Das nahe gelegene Pantheon mit
Vorplatz

Piazza Venezia mit dem
Vittorio-Emanuele-II-Monument



Kapitolshügel und Forum Romanum

Marc-Aurel-Statue an der Via del
Corso


Der Petersdom mit Blick von der Kuppel
Anstehen bei den Vatikanischen Museen: es
hat sich aber gelohnt! / Die Sixtinische Kapelle




Ostia Antica - die Hafenstadt
antiken Roms




Nachtschwärmer in Trastevere und am
Campo de' Fiori

Stazione Roma
Termini: warten auf die Heimfahrt
Text:
Leonhard Hassler (7a), Dr. Rudolf Freisitzer
Fotos:
FL Roza Salzmann, Benjamin Rath (6a), Andreas Pichler (7a), Dr.
Georg Pagitz
Formatierung: Dr. Georg Pagitz