Toscana-Ausflug (Firenze, Pisa, Siena) der 8ab-Klassen
15.04.2011 - 20.04.2011

Die letzte Reise als Schülergruppe startete am Freitag, dem 15. April, welcher auch unser letzter Prüfungstag war, mit unseren herzensguten Professoren Prof. Rosemarie Pollanz und Prof. Georg Pagitz, die ihre Freizeit dafür opferten, um mit uns die Toskana zu erforschen. Fünf Tage voller Kultur, Vergnügen und Ausgelassenheit, fern von Stress, Hektik und Schuldruck,  lagen vor uns. Bessere Bedingungen für kommende toskanische Träume konnten nicht herrschen. Mit den Mottos „Frisch-fröhlich“ (Prof. Pollanz) und „Mut zur Lücke“ begann die Reise kurz vor Mitternacht am Klagenfurter Hauptbahnhof. Im Morgengrauen weckten uns die ersten italienischen Sonnenstrahlen und wir starteten voller Motivation in den Tag. Da wir unsere Zimmer nicht gleich beziehen konnten, nutzten wir die Zeit, um entlang des Arno durch Florenz zu flanieren. Wir besichtigten den Ponte Vecchio von Giorgio Vasari, der vor allem berühmt ist für seine zahlreichen Schmuckläden, die glitzernde Mädchenaugen zur Folge hatten. Einige, die eine etwas längere Wartezeit in Kauf nahmen, bestiegen die Domkuppel, von der man einen atemberaubenden Ausblick über Florenz gewann. Trotz leichter Schwindelgefühle meisterte unsere Frau Professor den Aufstieg mit Bravour. Neben der Domkuppel bestaunten wir den mittelalterlichen Campanile von Giotto. Am Piazza della Signoria suchten sich einige David-Begeisterte ein schönes Plätzchen, um bei einem Mittagessen diesen „Prachtburschen“ zu bestaunen. Unser Heimweg führte uns schließlich noch an der "Casa di Dante" vorbei, dem Gebäude, in dem vermutlich Dante Alighieri, der wohl wichtigste italienische Dichter des Mittelalters und "Vater" der italienischen Sprache, wohnte. Nach einem stärkenden Abendessen in unserem Stammrestaurant, das 40 hungrige Schüler unterbrachte, dämmerte es bereits und alle hatten Lust in das pulsierende Nachtleben einzutauchen wozu die Straßen um Santa Croce bestens geeignet waren.
Am nächsten Tag, dem Palmsonntag, besuchten wir zuerst die Heilige Messe in der Kirche "7 Santi", ehe wir zu unserem nächsten Ziel Pisa aufbrachen. Wenn man an Pisa denkt, fällt einem sofort der schiefe Turm ein, doch Querdenker unter uns stellten die These auf, dass der Turm, das einzige Gerade auf unserer Welt sei! Doch was wirklich stimmt, wird wohl in der Dunkelheit bleiben oder einer von den Abschlussklassen 2011 wird es erforschen;). Weiter ging es zur größten Taufkirche in der christlichen Geschichte, dem Baptisterium. Am Campo dei Miracoli wurden wir mit unserer Zukunft konfrontiert und dachten ganz fest an unsere Wünsche und hofften, dass sie in Erfüllung gehen würden. Am Heimweg ließen wir unsere Erinnerungen an Pisa Revue passieren und freuten uns bereits auf den nächsten Abend in Florenz, den wir in einem Irish-Pub verbrachten.
Am dritten Tag machten wir uns auf den Weg nach Siena. Wie manchen Künstlern vielleicht bekannt ist, gibt es die Farbe Siena, die die umliegende Erde der toskanischen Stadt beschreibt. Genau in dieser Farbe erstreckt sich Siena über drei Hügel. Bekannt ist diese wohlklingende Stadt für den Palio di Siena, ein Pferderennen, das am zentralen Platz Piazza del Campo ausgetragen wird.  Einige, die von ihrer Abenteuerlust angetrieben wurden, bestiegen den Torre del Mangia, um einen Blick über die Dächer von Siena gewinnen zu können. Einige verließ der Mut und sie mussten umkehren, doch die Mutigen wurden mit einem Blick belohnt, der unkommentiert bleibt, da es unmöglich ist, ihn in Worte zu fassen;). Danach genossen wir noch die kräftigen Sonnenstrahlen an der Piazza del Campo und ließen die Umgebung auf uns wirken. Ehe wir nach Florenz zurück kehrten, besichtigten wir noch den Dom.
Am anbrechenden vierten und letzten Tag trennte sich nun wirklich die Spreu vom Weizen und nur die tapfersten Kulturbegeisterten machten sich die Mühe um halb sieben aufzustehen, um die berühmten Gemälde in den Uffizien zu betrachten. Die Uffizien sind einer der berühmtesten Galerien auf der ganzen Welt und Künstler wie Botticelli, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Caravaggio und Cimabue zieren die mittelalterlichen Säle. Doch auch wenn wir ein paar schöne Bilder der Uffizien vergaßen, haben wir die Toskana viel intensiver erlebt und gefühlt, wie manch anderer Tourist, weil wir auf die kleinen aber bedeutenden Dinge, wie ein köstliches Essen mit einem Gläschen Chianti, nicht verzichteten. Doch das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und das traf auch bei unserer letzen Klassenfahrt zu. Wir schlenderten gemütlich zum Piazzale Michelangiolo und ließen uns auf den aufgeheizten Stufen nieder. Von dort aus hatten wir einen bewegenden und fesselnden Ausblick über die ganze Stadt. In diesen Augenblicken durchströmte uns ein gewisses Hochgefühl von Glück und diese Harmonie ließ keinen unberührt. Wir lauschten den Klängen eines Straßenmusikanten und fühlten uns wohl. Mit diesen Gefühlen im Hinterkopf ging unsere Reise zu Ende und wir mussten der Realität ins Auge sehen und uns von der hinreißenden Toskana verabschieden. Doch wie wir alle wissen, muss man aufbrechen, wenn es am schönsten ist. Eines ist uns während dieser Reise wirklich klar geworden: „Es liegt am Fühlen, nicht am Namenwissen“ (Hermann Hesse) und in Zeiten der Hektik werden wir uns gern an diese Musestunden zurückerinnern.


Die 8ab-Klassen mit Mag. Rosemarie Pollanz und Dr. Georg Pagitz am Campo dei Miracoli vor dem schiefen Turm von Pisa


Die Anreise

 
Vor der Jugendherberge

 
Am Arno-Ufer/ Der Ponte Vecchio


Santa Croce mit (derzeit verhüllter) Dante_Statue/ Piazza della Signoria/ Nachtschwärmer



Piazzale Michelangiolo


Eintrag ins "Stammbuch" des Straßenkünstlers


 

Pisa




Siena




Abendessen

 

Text:        Christina Pulsinger und Martina Knapp, 8b
Bilder:      Sarah Brunner, 8a; Dr. Georg Pagitz