Projekttage auf der Sonnbichleralm
Hier nun ein Bericht der Schüler aus der 4.b:
Die 4.B des Stiftsgymnasiums St. Paul fuhr unter Aufsicht von Mag. Josef Wetz (Leiter), Mag. Manfred Katzenberger und Mag. Elvira Steindorfer von Freitag, dem 2. Juli bis zum Montag, 5. Juli 2004 auf die Sonnbichleralm, wo das Stift St. Paul Wald, sowie eine Hütte, die sich auf einer etwas größeren Lichtung mit einem schmalen Zufahrtsweg befindet, besitzt. Grund dieses Unterfangens waren die fächerübergreifenden Projekttage des realistischen Zweiges. Einerseits wollte man den Schülern die Natur, speziell den Wald etwas näher bringen. Der gesellschaftliche Aspekt war, dass jeder Einzelne etwas für die Gemeinschaft leisten sollte, wie zum Beispiel Küchendienst, etc. .
Doch war dieses Projekt lange Zeit nicht vollständig gesichert. Umso größer war dann die Freude, als dessen Stattfinden verkündet wurde. Glücklicherweise stellte das Stift die Unterkunft zur Verfügung. Zudem gebührt den begleitenden Professoren großer Dank, dass sie sich bereit erklärten, als Aufsichtspersonen zu wirken.
Der Anfang war aber alles andere als vielversprechend. Am Ankunftstag wurden genau zwei regenfreie Stunden gezählt. So fand ein leicht geändertes Programm statt. Zuerst wurden die 21 Schüler in drei Gruppen unterteilt. Jede Gruppe besuchte an zwei Tagen drei „Workshops“, in denen die drei mitgereisten Professoren ihr Themengebiet behandelten. Professor Wetz setzte sich mit Physik auseinander, Professor Steindorfer behandelte den Sternenhimmel über uns und Prof. Katzenberger hatte praxisbezogene Schätzungen zum Thema. Am Abend des ersten Tages wurden von den Pädagogen kleine Rätsel an die Schüler gestellt.
In der Nacht auf Samstag besserte sich das Wetter schlagartig und der Großteil des Tages wurde im Freien verbracht. Am Nachmittag mussten die Jugendlichen ein Spinnennetz mit kleinsten Löchern in bis zu zwei Meter Höhe überwinden, was die Schüler nur mit vereinten Kräften, was ja auch der Sinn und Zweck war, zustande brachten. Um 21:30 Uhr startete der Nachtmarsch. Taschenlampen waren für Schüler verboten und auch die Betreuer setzten sie nur in Notfällen ein. Einige Aufregung gab es trotzdem, da Professor Katzenberger, der diese Gegend normalerweise auswendig kennt, sich über den Zeitpunkt der Abzweigung zur Hütte nicht mehr ganz sicher war. Zudem konnte er einen wichtigen Anhaltspunkt, die Herrgottstanne, einen riesigen, ausgehöhlten Tannenbaum nicht ausfindig machen.
Am 4. Juli besuchte uns die Waldpädagogin Cornelia Korak, welche die Realisten zur näheren Beobachtung des Waldes animierte. Außerdem bekamen sie den Auftrag, eine Kegelbahn zu fertigen, welche sich als voller Erfolg herausstellte. Jede der drei Gruppen bekam eines der drei Elemente Erde, Wasser und Luft zugewiesen, in welchem Element sich die Kugel bewegen musste. Zusätzlich wurden die drei Abschnitte zu einer Bahn verbunden. Wirklich jeder gab bei diesem Bau sein Bestes. Am Abend dieses Tages startete um halb zehn das Projekt „linea incognita“, wo sich jeder Schüler mit verbundenen Augen an einem Seil den Weg durch den stockfinsteren Wald tasten musste. Das anfängliche mulmige Gefühl verflog bei jedem sehr schnell wieder.
Am Abschlusstag wurde die gesamte Hütte wieder in einen sauberen Zustand versetzt.
Alles in allem waren es wirklich gelungene Tage: Die Waschräume befanden sich in einem recht sauberen Zustand. Zudem erwies sich Professor Steindorfer als ausgezeichnete Köchin, die uns von Spaghetti bis zu einer köstlichen Pizza mit jeder Menge Spezialitäten verwöhnte. Das Aufdecken und Abservieren hatten genauso wie das Abwaschen pro Mahlzeit drei Freiwillige über. Es war ein für alle interessantes und unvergessliches Wochenende.
Die Mitgereisten:
Ambrositsch Sigrun (Sonntag angereist), Cancola Julia, Koller Lena, Leiss
Elisabeth, Verdnik Lisa, Arnold Georg, Joham Thomas, Kirschner Samuel, Kronegger
Bernhard, Leopold Andreas, Radl Matthias, Reichl Martin, Riegler Gerolf, Sattler
Philipp, Sorger Bernd, Steinkellner Daniel, Thonhauser Philipp, Traußnig
Philipp, Trebuch Florian, Unterluggauer Philipp, Verdnik Manuel, Zechmeister
Maximillian.
...und nun noch ein paar Fotos....
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©PetGu