Biologie Wettbewerb in Villach 2007

Nachdem wir uns fast ein ganzes Schuljahr lang vorbereitet und gefreut hatten, war es am 30.Mai endlich soweit. Wir reisten mit dem Zug nach Villach und konnten es kaum erwarten, unser Wissen unter Beweis zu stellen. Dort trafen wir uns mit den TeilnehmerInnen verschiedener Gymnasien aus Kärnten und einer Schule aus Prag. Alle standen den kommenden Ereignissen eher abwartend und mit gemischten Gefühlen gegenüber. Doch als nach dem Essen die Gruppen ausgelost wurden, lernten wir uns schnell näher kennen. Das Professorenteam hatte für uns eine Stadtrallye durch das abendliche Villach zusammengestellt. Wir hatten viel Spaß und kehrten müde in die Herberge zurück, was uns aber nicht davon abhielt, erste Eindrücke auszutauschen.
Der nächste Tag begann schon sehr früh, so war es nicht verwunderlich, dass beim Frühstück um 6 Uhr 45 noch sehr viele verschlafen erschienen. Doch eine Stunde später saßen alle schon im Bus Richtung Villach-Warmbad, wo sich unsere Arbeitsstelle befand. Wir trugen Namensschilder und bekamen in einer Kiste unsere Arbeitsaufträge und das Arbeitsmaterial. Wir sammelten, fotografierten, dokumentierten und die Zeit verging wie im Fluge. Hungrig fuhren wir zurück ins Heim, um zu Mittag zu essen. Ab 14 Uhr 30 arbeiteten wir dann unser gesammeltes Material auf. Im nahen Bundesgymnasium wurden uns Räume und die nötige Ausrüstung für die  Bestimmung zur Verfügung gestellt. Zuerst ordneten wir die Großgruppen der gesammelten Pflanzen und Insekten ein. Nach dem Abendessen bekamen wir dann Literatur zur Feinbestimmung. Wir arbeiteten mit vollstem Einsatz, um bis 21 Uhr 30 alle Aufgaben erledigen zu können. Zurück in der Herberge tauschten wir noch unsere Eindrücke aus und fieberten der morgigen Präsentation entgegen.

Nach dem Frühstück gestalteten wir unseren Tisch möglichst ansprechend mit den gesammelten Pflanzen und Insekten. Unter den fachkundigen Augen der Juroren mussten wir unser Wissen unter Beweis stellen. Immer wieder kamen Interessierte und Schüler des Gymnasiums vorbei, auch die Presse war anwesend. In der Hoffnung, die Jury überzeugt zu haben, beendeten wir unsere Arbeiten und erwarteten gespannt die Preisverleihung. Die Plätze eins bis vier wurden genannt. Doch im Grunde waren wir alle Sieger. Nach der Urkundenverleihung wurden wir zu einem tollen Buffet geladen und sofort waren wir in Feierlaune. Es dauerte nicht lange und wir brachen zum nächsten Abenteuer nach Kroatien auf.


Prof. Erna Prietl und Prof. Josef Wetz mit den erfolgreichen Biologen

Biologieexkursion noch Kroatien

Nachdem wir den Biologiewettbewerb erfolgreich abgeschlossen hatten, ging es ab nach Kroatien. Wir durchquerten Slowenien und Herr Prof. Zwander erzählte uns viel Wissenswertes über das Land und dessen Einwohner. Nach einer langen und leider ermüdenden Fahrt kamen wir endlich in Crikvenica an und checkten in unser Hotel ein. Uns wurde erlaubt, nach dem Abendessen noch etwas kroatisches Flair zu erleben, und so erkundeten wir in kleinen Gruppen den Ort. Nach einem ausgedehnten Strandspaziergang stöberten wir in den Promenadengeschäften, merkten aber bald, dass man mit Euros nicht bezahlen kann. Wir gingen in unser Hotel zurück und sanken, erschöpft von der langen Fahrt, in die erstaunlich bequemen Betten.
Am nächsten Tag nach dem Frühstück ging es ab Richtung Plitvicer-Seen. Unsere Reiseleiterin erzählte viel über ihr Land, während wir die Küstenstraße entlang fuhren und das wunderschöne blaue Meer und die Dörfer, die in Felsen gebaut wurden, auf uns wirken ließen. Unsere Reise führte weiter ins Landesinnere und wir verließen die Magistrale. Die Landschaft wurde gebirgiger und die Straße kurvenreicher. Wir durchquerten den ärmsten Teil Kroatiens und sahen viele eindrucksvolle Mahnmale des sogenannten Heimatkrieges. Endlich erreichten wir die Plitvicer-Seen, unser eigentliches Reiseziel und den absoluten Höhepunkt unserer Exkursion. Das Wetter war ziemlich wechselhaft, trotzdem war dieses Naturschutzgebiet für uns Biologen besonders interessant.
Wir machten zwei Schiffsfahrten zu den Seen, welche kaskadenartig miteinander verbunden sind. In der einzigartigen Seenlandschaft sind viele Moose, Algen und Wasserpflanzen zu finden. Wir wanderten im Nationalpark, der zum UNESCO Weltnaturerbe zählt und in dem zahlreiche Tierarten, wie z. Bsp. der Braunbär oder der Wolf, noch überlebt haben. Auf der Fahrt zurück ins Hotel machten wir noch Halt an einem typisch, kroatischen Käsestand. Am letzten Tag unserer Exkursion stand ein Besuch des Fischmarktes in Rijeka am Programm, durch den uns Herr Prof. Ortner mit fachkundigen Kommentaren führte. Danach hatten wir noch Zeit die Stadt und den Sonntagsmarkt zu erkunden.

Unsere Rückreise führte ins italienische Triest; dort hatten wir die Möglichkeit, in einer der unzähligen Pizzerien zu Mittag zu essen. Danach ging es Richtung Heimat, vorher erwartete uns aber noch eine kleine Überraschung. Wir besuchten das Schmetterlingsdorf Bordano, wo wir frei fliegende, exotische Schmetterlinge erleben konnten. Zurück in Kärnten folgten herzliche Abschiedsszenen, denn wir hatten viel erlebt, viele Freundschaften geschlossen, auch mit den SchülerInnen aus Prag, und Pläne für das nächste Jahr geschmiedet. Unsere Reise war zwar anstrengend, doch hatten wir viele Erlebnisse, die uns immer in Erinnerung bleiben werden.
Ein besonderes Dankeschön an unsere Professoren Frau Mag. Erna Prietl und Herrn Mag. Josef  Wetz, die uns diese Erfahrung ermöglichten.

Fotos von Dr. Schriebl

           

           

 

Fotos von Prof. Erna Prietl

             

           

           

 

Fotos von Koll. Ortner

           

           

           

        

 

Fotos von Koll. Wetz Josef - die Würfelnatter auf Jagd

  

 

Text:  Kerstin Weber, 5.a
Fotos:   Schriebl / Prietl / Ortner / Wetz

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