Die 7.b Klasse in Paris
(01.06.2010 – 07.06.2010)
Am
Dienstagabend starteten wir am Klagenfurter Hauptbahnhof voller Vorfreude auf
die Stadt der Liebe unsere 17-stündige Zugreise. Nachdem wir Mittwoch Vormittag
in Paris angekommen waren, machten wir uns sofort auf die Socken, sahen uns das
Rathaus (Hôtel de Ville) an, erkundeten die Ile-de-la-cité mit der
beeindruckenden Kirche Notre Dame, dem Justizpalast und der Conciergerie, in der
Marie Antoinette gefangen gehalten wurde. Am Abend konnten wir uns zwei berühmte
Theaterstücke von Eugène Ionesco ansehen (La cantatrice chauve und La
leçon), die im Théâtre de la Huchette seit 53 Jahren ohne
Unterbrechung aufgeführt werden. Besonders fasziniert waren wir von der
schauspielerischen Leistung der Darsteller. Unser Dank gilt dem Elternverein,
der uns die Eintrittskarten finanzierte.
Die Touristenfalle schnappte sofort am ersten Tag zu, als uns ein einzähniger
Franzose in seine Spelunke lockte. Das Essen war leider ungenießbar, die
Erinnerungen daran umso bleibender. Am nächsten Tag wurden wir von den ersten
französischen Sonnenstrahlen und vom Duft frischgebackener Baguettes geweckt.
Wir besuchten den Louvre, spazierten bei strahlend blauem Himmel durch den
Jardin des Tuilleries, sahen uns den Assemblée Nationale an und aßen
Crêpes am Place de la Concorde. Vorbei an den Champs-Élysées zogen wir
zum Triumphbogen. Den Abend verbrachten wir rund um den Place de la Bastille.
Hoch oben am Eiffelturm genossen wir unseren dritten Tag. Wiederum verwöhnt vom
wunderbaren Wetter sahen wir uns den Dôme des Invalides an, die
Grabstätte Napoleons und schlenderten weiter zum Musée d’Orsay, wo wir
uns unter anderem Bilder von van Gogh, Cézanne und Monet ansahen. Anschließend
konnten wir endlich unser Geld im Büro- und Geschäftsviertel La Défense
ausgeben, wo wir vor der Höhe der Grande Arche staunten.
Tag vier stand im Zeichen des beeindruckenden Künstlerviertels Montmatre mit der
Kirche Sacré Cœur. Vom Vorplatz der auf dem Hügel Montmartre gelegenen
Wallfahrtskirche konnten wir einen atemberaubenden Blick über die französische
Hauptstadt erleben. Nachmittags standen Les Halles und das futuristisch
anmutende Museum Centre Georges Pompidou auf dem Programm. Den Abend
verbrachten wir nach einem ausgezeichneten Abendessen (korsische Küche!) bestens
gelaunt am Seineufer.
Schließlich brach der fünfte und letzte Tag an und wir mussten uns von der
französischen Hauptstadt allmählich verabschieden. Zuvor besuchten wir
allerdings noch einen typischen Pariser Markt, besichtigten die bekannte und
renommierte Universität La Sorbonne, an der einige von uns später
zumindest ein Semester studieren wollen, und
besichtigten das Pantheon, in dem viele berühmte Franzosen begraben sind und wo
sich das berühmte Foucaultsche Pendel befindet, mit dem die Erdrotation
nachgewiesen wird. Letzter Programmpunkt an diesem etwas windigen Tag war der
Jardin du Luxembourg, wo auch der französische Senat seinen Sitz hat.
Bevor wir zur Jugendherberge zurückkehrten, um unsere Koffer zu holen, sahen wir
uns schließlich noch im Kino den neuesten Film mit Gérard Depardieu an (La
tête en friche). Vom Ostbahnhof ging es schließlich abends wieder nach
Hause.Die
angenehme Stimmung dieser Reise ließ uns als Klasse wieder ein Stück
zusammenwachsen und förderte unser Sprachbewusstsein extrem.
Abschließend lässt sich sagen, dass weniger die Sehenswürdigkeiten, als die
freundlichen, aufgeschlossenen Menschen, das einmalige Flair in den kleinen
Gassen und Straßen uns für immer in Erinnerung bleiben werden.
Gruppenfoto vor Notre Dame
Fotos von den Schülern
Text und Fotos: Dr. Georg Pagitz und 7.b Klasse
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