Schüleraustausch der 8A-Klasse MIT DER 4itc des
COLLEGIO barbarigo in padua (italien)
17.10.2011 – 23.10.2011
Es war beinahe wie eine göttliche Fügung, dass dieser Kontakt zustande kam, denn auf die Anfrage, ob die italienische Schule (ebenfalls eine renommierte katholische Einrichtung) an einem Schüleraustausch interessiert sei, kam die freundliche Antwort, dass man auch gerade auf der Suche nach einem Partner in Österreich sei – wenn möglich eine katholische (Privat)schule! Die Vorzeichen standen also von Anfang an gut und so traten die Schülerinnen und Schüler der damaligen 7A und der 3ITC unserer nunmehrigen italienischen Partnerschule schon im Jänner in Kontakt. Während der Vorbereitungen auf das erste Treffen, das von italienischer Seite durch Prof. Elisa Giove grandios organisiert wurde, gab es also genügend Zeit, sich schon „virtuell“ näher kennenzulernen.
Bericht von Anna-Maria Rainer (8a):
Am Montag, dem 17. Oktober 2011,
machte sich die 8a-Klasse in Begleitung ihres Italienischlehrers, Prof. Georg
Pagitz, und von Prof. Roza Salzmann in den frühen Morgenstunden mit dem
Intercity-Bus auf den Weg nach Padua. Nach einer langen Reise mit dem Bus (und
ab Mestre mit dem Zug) kamen wir schließlich gegen Mittag in unserer
Partnerschule, dem Collegio Vescovile
Barbarigo an. Nach einem kleinen Snack begrüßte uns der Direktor
Don Cesare Contarini, der in seiner Begrüßungsrede die Wichtigkeit des geeinten
Europas hervorhob und davon sprach, dass wir diesen Gedanken lebten und gerade
aktiv umsetzten. Im Anschluss stellten uns einige Schüler Padua mit einer
Power-Point-Präsentation vor. Zum Mittagessen gingen wir in die schulinterne
Mensa, danach begaben wir uns in vier österreichisch-italienisch gemischte
Gruppen aufgeteilt auf eine spannende Schnitzeljagd durch die Stadt. Wir trafen
uns vor dem Hauptgebäude der Universität wieder, wo uns der Kunstlehrer der
Schule erwartete, um uns einige interessante Sehenswürdigkeiten und Bauten zu
zeigen. In seine Führung baute er einige interessante Anekdoten ein.
Den ersten Abend verbrachte jeder mit „seiner“ Familie, was auch gut war, da
wohl alle von der langen Reise zu erschöpft waren, um noch etwas zu unternehmen.
Am Dienstag fuhren wir zuerst mit einem Bus zur Benediktinerabtei im
nahegelegenen Praglia, wo uns ein Mönch Einblicke in das Klosterleben gewährte
und uns u. a. einen interessanten Abriss über die Geschichte des
benediktinischen Mönchstums gab.
Den restlichen Tag verbrachten wir mit dem Leben des berühmten Dichters
Francesco Petrarca (1304-1374). Hierzu begaben wir uns nach Arquà Petrarca, wo
wir das Grab des wichtigen italienischen Autors besichtigten und schließlich
auch das Haus, in dem er die letzten vier Jahre seines Lebens gewohnt und
gearbeitet hat.
Um den Tag nicht zu einseitig zu gestalten, besuchten wir schließlich eine der
Ville venete, die Villa Barbarigo, die von einem atemberaubenden Park
umgeben ist. Aus dem dortigen Labyrinth fanden nicht alle selbständig den Weg in
die Freiheit. Den Tag ließen wir mit einem Besuch einer Therme im berühmten
Kurort Abano Terme und anschließend mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.
Am Mittwoch fuhren wir mit dem Zug nach Vicenza, wo wir neben dem Stadtzentrum
unter anderem das beeindruckende Teatro olimpico des Bildhauers Andrea
Palladio besichtigten. Vor der Heimfahrt hatten wir genügend Zeit, um
beispielsweise einkaufen zu gehen. Den Abend verbrachten wir erneut mit unseren
italienischen Freunden in einer Pizzeria.
Der Donnerstag war sehr verregnet, deshalb verbrachten wir den Tag mit Sport und
Spiel in einer der großen Sporthallen der Stadt. Drei österreichisch-italienisch
gemischte Teams traten gegeneinander an. Am Nachmittag trafen wir uns in der
Schule und spielten Activity, wobei die Italiener auf Deutsch und wir
Österreicher auf Italienisch u. a. Wörter und Begriffe erklären mussten. Den
letzten gemeinsamen Abend mit unseren italienischen Freunden verbrachten wir im
Bowlingcenter.
Am Freitag besuchten wir das Jugendzentrum der Stadt, wo wir interessante
Informationen über mögliche Praktika im Ausland bekamen. Anschließend machten
wir eine kleine Reise durch das römische Padua und besichtigten so unter anderem
eine unterirdische Brücke und einige Ausgrabungen. Den Nachmittag verbrachten
die meisten mit „Power-Shopping“.
Zum Abschluss der tollen Woche wurden die Sieger der Schnitzeljagd, des Fußball-
und Mordballturniers sowie des Activityspiels prämiert, danach gab es ein Buffet
mit den Gastfamilien.
Zu später Stunde machten wir uns nach einem sehr schönen Abend auf den Weg zum
Bahnhof, um wohlbehalten am frühen Morgen des 23. Oktober in der Heimat
anzukommen.
Alles in allem war die Woche geprägt von vielen unvergesslichen Erfahrungen,
großer Gastfreundschaft und neuen Freundschaften. Vor allem aber hat diese Woche
nicht nur die passiven, sondern besonders die aktiven Sprachkenntnisse extrem
gefördert, da wir ungezwungen einfach mit unseren gleichaltrigen Freunden drauf
losplappern konnten bzw. „mussten“ und 24 Stunden am Tag mit der italienischen
Sprache konfrontiert waren.
Wir sind Herrn Prof. Pagitz für die tolle Reise sehr dankbar, bedanken uns auch
bei Frau Prof. Salzmann und freuen uns schon auf den Gegenbesuch unserer
amici italiani im Februar 2012!
Einige Eindrücke der 8a
über die Woche in Padua:
Padova - un viaggio straordinario, interessante e indimenticabile: questa gita è stata un'esperienza totalmente diversa e speciale: per prima cosa - la più importante, secondo me - perché abbiamo incontrato nuovi amici; il secondo motivo è perché abbiamo avuto molte occasioni di parlare e di migliorare le nostre conoscenze. Tutto sommato: siamo arrivati da stranieri e ce ne siamo andati da amici.
Questa “settimana italiana“ è stata un’esperienza incredibilmente importante perché ho capito che parlare l’italiano non è poi tanto difficile. La famiglia che mi ha ospitato era molto simpatica e gentile e gli studenti italiani sono diventati dei nuovi amici. Ci siamo davvero divertiti moltissimo, non solo di giorno, ma anche la notte!
Mi ha fatto molto piacere che la famiglia che mi ha ospitato sia stata così gentile. Inoltre ho apprezzato i bellissimi posti che abbiamo visitato e le diverse esperienze vissute, ogni sera, insieme agli italiani.
Ora so che uno scambio è meglio di una settimana in una scuola di lingue perché abbiamo potuto (e abbiamo dovuto) parlare in situazioni naturali e reali, insomma sono stati come dei dialoghi tra amici. Spero che questo contatto si mantenga anche fuori dalla scuola. Inoltre la famiglia che mi ha ospitato mi ha detto che potrò sempre andarla a trovare … anche d’estate!
La settimana a Padova è stata la migliore gita che abbiamo fatto in tutti questi otto anni di liceo. Abbiamo conosciuto molte persone gentilissime e abbiamo fatto molte nuove amicizie. Inoltre questa esperienza ha migliorato molto le nostre conoscenze della lingua italiana. Non vedo l’ora che i nostri amici italiani vengano a visitarci a febbraio!!!
Secondo me questo scambio è stato una delle più importanti gite che abbiamo mai fatto: abbiamo soprattutto migliorato l’uso della lingua perché eravamo sempre “costretti” a parlare con i nostri amici italiani e le loro famiglie.
La settimana a Padova è stata molto bella e mi è piaciuta tantissimo perché gli amici italiani e le loro famiglie sono stati molto gentili e anche divertenti. Abbiamo imparato molte cose nuove.
La settimana a Padova è stata molto bella. La famiglia che ci ha ospitati è stata molto simpatica e abbiamo trovato nuovi amici: un’esperienza indimenticabile.
Questa settimana a Padova è stata veramente indimenticabile per tutti noi perché abbiamo incontrato molti nuovi amici e ci siamo divertiti molto. Tutti gli italiani sono stati simpatici e molto accoglienti. Insomma: una grande esperienza!
Questa gita è stata una grandissima esperienza. Gli italiani sono stati molto simpatici e la famiglia che mi ha ospitato è stata molto accogliente.
È stato un bel viaggio. Abbiamo fatto molte nuove amicizie e penso di aver migliorato il mio italiano.


Die österreichischen Schülerinnen und Schüler
mit ihren Gastfamilien

Die Anreise über Mestre


Die Schule (mit hauseigener Kapelle): zur
Begrüßung wurde die österreichische Flagge gehisst.


Begrüßung durch den Direktor Don Cesare,
Schnitzeljagd durch Padua




Die Benediktinerabtei in Praglia

Geselliges Beisammensein bei der Mittagspause
in Arquà Petrarca



Kirche in Arquà Petrarca, das Grab des
berühmten Dichters und sein Haus



Die Villa Barbarigo samt riesigem Park und
Labyrinth




Die Stadt Vicenza ist maßgeblich von den Werken
des Bildhauers Andrea Palladio geprägt (u. a. Teatro Olimpico)


Der Spielenachmittag am Donnerstag. Gesprochen
werden durfte nur in der jeweiligen Fremdsprache!

Archäologische Ausgrabungen und
Jugendinformationszentrum in Padua
Padua: Sant'Antonio, Santa Giustina, Prato
della Valle, Piazza delle Erbe etc.

Prämierungen am letzten Abend, Geschenke für
Direktor Don Cesare und Organisatorin Prof. Elisa Giove
sowie für weitere beteiligte Lehrer
Text:
Anna-Maria Rainer (8a) (Bericht),
Schülerinnen und Schüler der 8a (Eindrücke),
Prof. Georg Pagitz (Einleitung)
Fotos: Prof. Roza Salzmann
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