Schüler und Lehrer des Stiftsgymnasiums unterstützen Hausbau in Indien

150€, sowenig kostet der Bau eines zweistöckigen Lehmhauses mit Blechdach in Kalkutta. Diese und noch viel mehr interessante Informationen lieferte uns der Priester Lawrence Pinto, der zur Zeit zwar Kaplan in Eberstein ist, aber zuvor 13 Jahre mit Mutter Theresa in Indien zusammen gearbeitet hat.
Im Alter von 15 Jahren fuhr er 3 Tage mit dem Zug zum Haus der Mutter Theresa, welche er fortan unterstützte. So stand er jeden Morgen um 5 Uhr auf, um im Müll nach "weggelegten" weiblichen Neugeborenen zu suchen, in der Hoffnung, sie noch lebend vorzufinden. Meistens werden Mädchen als Last gesehen, da sich manche Familien die Mitgift nicht leisten können. Auch Alte werden einfach auf der Straße ausgesetzt. Für diese unerwünschten Menschen hat Mutter Theresa viele Heime gebaut, um dem Gelübde "Dienst an den Ärmsten der Armen" gerecht zu werden. Lawrence gab uns durch eine PowerPoint-Präsentation einen guten Einblick in das Land und die Lebensweise der Menschen dort. Durch seine spannende Art zu erzählen erschienen selbst Begegnungen mit wilden Tieren (Tigern, Kobras, ...) weniger furchtbar, zumal sie alle gut ausgingen. Darüber hinaus berichtete er über die Schule, die er in Indien für die Ärmsten der Armen gebaut hat und über diesbezüglich von ihm vermittelte Patenschaften für Kinder, damit diese das wichtige Gut "Bildung" vermittelt bekommen können.
Lawrence entführte uns in eine völlig andere Welt, in der Armut, Hungersnöte und der tägliche Kampf ums Überleben vorherrschend sind, aber auch der Einsatz vieler Menschen für das Gute und die Nächstenliebe von existentieller Bedeutung sind. 
Uns wurde bewusst, dass dieses Leben mit unserem Leben in Luxus und Wohlstand nicht vergleichbar ist. Vielleicht sollten wir uns nicht über Kleinigkeiten beklagen, sondern dankbar sein für das, was wir sind und haben!


Pater Lawrence Pinto mit der 8.a - Klasse und Prof. Mag. Ingrid Isak


PPT - Präsentation über Aktivitäten in Kalkutta

Text:        8.a und Prof. Mag. Ingrid Isak
Fotos:     Prof. Dr. Georg Pagitz