Grenzen überwinden, Freundschaften gewinnen – Schüleraustausch zwischen St. Paul und Pesaro
Die Schüler:innen der 6a-Klasse durften im März und April an einem besonderen grenzüberschreitenden Austauschprojekt mit Italien teilnehmen. Der Schüleraustausch mit Jugendlichen aus Pesaro hatte das Ziel, zwei Kulturen miteinander in Kontakt zu bringen und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Dabei verbrachten die Schüler/innen aus St. Paul eine Woche im März in Italien, während die Jugendlichen aus Pesaro im April eine Woche in Kärnten zu Gast waren. Das Erasmusprojekt, organisiert von Frau Prof. Mag. Pichler und Herrn Prof. MMag. Dr. Sapper, bot die einzigartige Möglichkeit, über den eigenen Horizont hinauszublicken und eine neue Kultur hautnah zu erleben. Begleitet wurde der Austausch außerdem von Herrn Prof. Schreiber.
Für die Schüler/innen der 6a begann die Reise mit einer rund neunstündigen Busfahrt nach Pesaro. Dort wurden sie am späten Abend von ihren italienischen Gastgeber/innen herzlich empfangen. Untergebracht waren sie im gepflegten Hotel Caesar, das jeden Morgen ein ausgezeichnetes Frühstücksbuffet bot. Der Aufenthalt in den Marken war geprägt von spannenden Ausflügen nach San Marino und Urbino sowie von Führungen durch das Istituto Tecnico Economico Tecnologico „Bramante-Genga“, das Stadtzentrum von Pesaro und die Burg von Gradara. Die anstrengenden Spaziergänge und Wanderungen wurden stets mit beeindruckenden Ausblicken oder köstlichen Mahlzeiten belohnt. Die österreichischen Schüler/innen lernten die lebhafte, aber zugleich entspannte Lebensart der Italiener/innen kennen. Auch kulinarisch gab es viel Neues zu entdecken. Besonders in Erinnerung blieb die Pizza Rossini – eine Pizza Margherita mit Ei und Mayonnaise. Trotz des schweren Abschieds am Ende der Woche war die Freude groß, denn das Wiedersehen in Österreich stand bereits bevor.
Als die Italiener/innen dann endlich nach Österreich reisten, stellten sie fest, dass die italienische und österreichische Küche gar nicht so verschieden sind und dass das Essen beider Länder köstlich ist. Zudem lernten sie die Alpenregion und die wunderschönen Landschaften Kärntens kennen. Die Ankunft der Schüler/innen aus Pesaro war eine ziemlich unerwartete Überraschung für die ansässigen Schüler/innen. Tatsächlich kamen sie früher an als erwartet. Nichtsdestotrotz waren die Schüler/innen aus St.Paul sofort zur Stelle und nahmen sie bei sich auf. Das Österreich-Abenteuer startete für die Italiener/innen mit einer Schulführung und einer Leberkässemmel, wie es sich gehört. Der Abend wurde für sie mit einem festlichen „Welcome Dinner“ abgerundet. Ebenso wie die Österreicher/innen im März, hatten auch die Schüler/innen von Pesaro ein abwechslungsreiches Programm vor sich. Dazu gehörten die Besichtigung der Stadt Graz und die zahlreichen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie der Grazer Uhrturm und das Schauspielhaus. Natürlich wurde die Bildung nicht vernachlässigt. Sie bekamen Deutschunterricht von Frau Prof. Dullnigg und es durfte die richtige Musikerziehung bei Herr Prof. Eberl-Seeger nicht fehlen. Für den richtigen Kick hatten Frau Prof. Pichler und Herr Prof. Sapper einen Kartsport-Nachmittag in St. Stefan und eine Wörthersee-Schifffahrt in Klagenfurt organisiert. Um dieses gelungene Erasmusprojekt richtig ausklingen zu lassen, wurde eine Abschlussfeier von den österreichischen sowie den italienischen Schüler/innen eigenständig geplant. Dabei präsentierten sie, was sie erlebt, gelernt und gemeinsam geschaffen hatten. Aber auch für sie ging schließlich das Abenteuer zu Ende und sie mussten am Samstag die Heimreise antreten.
Dieses Projekt vermittelte wichtige Werte wie Verantwortung, Rücksichtnahme, Flexibilität und Organisationstalent. Zudem konnten beide Schulen wunderbare Erinnerungen und Erlebnisse sammeln und am Ende entstand ein wunderschönes italienisches und österreichisches Kochbuch, das die beiden Kulturen verbindet. Des Weiteren konnten die Schüler/innen ihre im Unterricht gewonnenen Sprachkenntnisse praktisch anwenden und verbessern. Jede Schülerin/jeder Schüler sollte an einem solchen Austausch teilnehmen, nicht nur um ihren/seinen Horizont zu erweitern, sondern auch um neue Freundschaften und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Durch den direkten Einblick in den jeweiligen Schulalltag und das Leben vor Ort entstanden wertvolle Erfahrungen, die weit über den Unterricht hinausgehen und lange in Erinnerung bleiben werden.
Text: Marie Liebhard, 6a
Bilder: Teilnehmer:innen













