Nationalparktage Hohe Tauern
Am 17. Juni abends begab sich die Wahlpflichtfachgruppe aus Biologie der 6ab-Klassen mit dem Zug nach Mallnitz. Nachdem wir die Zimmer im Kärntnerhof bezogen hatten, gab es bereits unser Abendessen und wir erhielten die notwendigen Informationen über den Ablauf der nächsten Tage.
Der Donnerstag führte uns vom Parkplatz der Jamnigalm, den wir mit dem Wanderbus erreicht hatten, über einen Teil der alten Römerstraße bis knapp über die Baumgrenze. Dabei sahen wir einige besondere Pflanzen, wie z. B. das Knabenkraut, den Weißen Germer, den Gelben Enzian und die Arnika. Als auffällige Vertreter dieser Zone sind die Lärchen und die Zirben zu nennen. Auf unserem Rückweg kamen wir bei der Jamnigalm vorbei, die leider noch nicht bewirtschaftet war. Nachdem das angekündigte Gewitter nicht gekommen war, entschlossen wir uns, den Fußweg ins Tal zu nehmen. Zwischenziel war die Stockerhütte, die ebenfalls erst im Juli ihre Türe öffnen wird. Ein Teil der Gruppe trat den Heimweg zu Fuß nach Mallnitz an und ein Teil nahm den Wanderbus. Müde, aber mit vielen Eindrücken und Erfahrungen ausgestattet, erreichte die Gruppe das Hotel.
Der Freitag führte die Gruppe am Stappitzer See vorbei und entlang eines Naturlehrpfades bis zur Schwussnerhütte, bei der unsere Gruppe sich mit verschiedenen, leckeren Gerichten stärken konnte. Der Weg dorthin folgte einem Trogtal mit zahlreichen Wasserfällen, Eislöchern, Stelzbäumen und Pionierpflanzen. Auf allen Wanderungen waren Pferde mit Fohlen und Kühe die Highlights. Die wahren Besonderheiten an Tieren des Nationalparks waren ein Bartgeier in der Luft und die Pfeiftöne der Murmeltiere, die wir leider nicht zu Gesicht bekamen.
Als Belohnung für zwei Tage Wanderungen fuhren wir nach dem Abendessen noch in die Felsentherme nach Bad Gastein.
Der Samstag fand seinen Ausklang mit einem kurzen Spaziergang an den Tauernbach, an dem wir mit Ranger Holger auch Wasserlebewesen suchen und unter dem Mikroskop bestaunen konnten. Absoluter Schlusspunkt war dann ein Rundgang durch das Nationalparkzentrum.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass wir bei den geführten Wanderungen die vielfältigen Lebensräume des Nationalparks erkunden konnten. Dabei durchquerten wir Wälder, überquerten Bäche und bestaunten die Landschaft oberhalb der Baumgrenze und lernten die heimische Pflanzenwelt kennen. Auch der Naturschutz war ein großes Thema – wir haben gesehen, wie empfindlich die Natur dort ist und warum Schutz so wichtig ist. Es war eine tolle Zeit, die wir so schnell nicht vergessen werden, und wir bedanken uns bei unserem Herrn Prof. Norbert Sapper für die Organisation und Durchführung dieser Tage.
Text: Soraya Starz, 6a
Bilder: Dr. Norbert Sapper













