#WirSTIFTenBildung – Selbstbestimmte Projektwoche
Eine Woche ganz ohne Stundenplan, dafür mit umso mehr Eigeninitiative, Kreativität und Begeisterung: So lässt sich die „Selbstbestimmte Projektwoche“ wohl am besten zusammenfassen.
Statt Mathematik, Deutsch oder Geschichte widmeten sich die Schüler:innen einem Thema ihrer Wahl und setzten dabei ihre eigenen Ideen um. Ausgewählt wurden die Projekte bereits im Laufe des Semesters gemeinsam mit Eltern und Lehrpersonen, umgesetzt wurden sie anschließend allein oder in kleinen Gruppen. Während die jüngeren Schüler:innen bis zur sechsten Klasse im Schulgebäude blieben, durften die älteren Jahrgänge auch außerhalb der Schule aktiv werden.
Die Bandbreite der entstandenen Projekte war beeindruckend vielfältig: Es wurde gezeichnet und gemalt, gestrickt, genäht und gebaut, Geschichten wurden zu Büchern, Comics entworfen, Kochrezepte gesammelt, Seifenkisten konstruiert, musiziert und getanzt, ein Escape Room entworfen und vieles mehr. Daneben entstanden auch technisch anspruchsvolle Arbeiten wie ein selbst gebautes Pumpspeicherkraftwerk im Kleinformat, Go-Karts, Drohnen sowie Tierunterkünfte für Hasen, Hühner und Katzen. Andere widmeten sich der Erzeugung eigener Taschen, der Herstellung von Naturkosmetik und Seifen oder produzierten einen mehrminütigen Stop-Motion-Film mit über 2000 Einzelbildern. Eine Gruppe älterer Schüler wanderte über mehrere Tage zum Säuleck in den Hohen Tauern und hielt die Tour filmisch fest, zwei weitere Schüler organisierten einen Spendenlauf zugunsten der Erforschung einer seltenen Augenerkrankung. Im Mittelpunkt aller Projekte standen stets Neugier, Eigeninitiative und die Freude daran, sich an etwas Neuem zu versuchen.
Ebenso wichtig wie das fertige Ergebnis war aber dabei der Weg dorthin: Wer in Gruppen arbeitete, musste sich absprechen, Aufgaben aufteilen und gemeinsam Lösungen finden, wenn etwas nicht auf Anhieb gelang. So wurde die Projektwoche auch zu einer Woche des sozialen Lernens, in der Zusammenarbeit, Rücksichtnahme und gegenseitige Unterstützung ebenso gefragt waren wie handwerkliches oder kreatives Geschick. Am Ende der Woche präsentierten die Schüler:innen ihre Ergebnisse und blickten mit sichtlichem Stolz auf das Erreichte zurück.
Die Projektwoche unterstrich damit auch einmal mehr das Schulmotto „Honorare Omnes Homines“: Gegenseitiger Respekt, Zusammenarbeit und die Wertschätzung der unterschiedlichen Interessen und Talente jedes Einzelnen wurden in dieser Woche sichtbar gelebt. Das Stiftsgymnasium St. Paul zeigte sich damit einmal mehr nicht nur als Ort des Lernens, sondern auch als Ort, an dem ALLE ihre Talente entfalten und gemeinsam Neues erleben können.
Text: Mag. Katja Baumgartner
Bilder: Kollegium












